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Forensische Psychologie und Psychiatrie

Schwerpunkte der forensischen Psychiatrie und der forensischen Psychologie sind die Untersuchung und Darstellung von Rückfallwahrscheinlichkeiten bei Straftätern sowie des Zusammenhangs zwischen psychischer Verfassung und Deliktbegehung. Auch die auf die Verringerung des Rückfallrisikos ausgerichtete Behandlung von Straftätern gehört zu den Aufgaben des forensisch tätigen Psychologen oder Psychiaters.

Die Zielsetzung unserer Forschungsgruppe ist es, Beiträge zur Weiterentwicklung der forensischen Psychiatrie und Psychologie zu leisten und die Anwendung von evidenzbasierten Interventionen und Techniken zu fördern.

Wir möchten Ihnen gerne unsere Forschungsprojekte als auch die sich daraus ergebenden Ergebnisse vorstellen.


Aktuell

Publikationen

  • Weibliche Gewaltstraftäter: "Gender differences in violent offenders"
    BMC Psychiatry 2009, 9:81
    Compared to male offenders, females convicted of violent offences are less educated, had more negative childhood experiences, and have worse mental health, suggesting this should be considered in treatment plans and intervention strategies. » Artikel 
  • Häufigkeit forensisch-psychiatrischer Begutachtungen bei Strafverfahren gegen Gewalt- und Sexualstraftäter: Ein Vergleich zwischen Deutschland und der Schweiz.
    Kriminalistik. 64(2): 111-116.
    Da in Deutschland von Gesetztes wegen keine Einschätzung des Rückfallrisikos bei schuldfähigen Straftätern vorgesehen ist, kann davon ausgegangen werden, dass eine forensisch-psychiatrische Legalprognose nur bei einer kleinen Minderheit von Gewalt- und Sexualstraftätern erfolgt. Im Vergleich zu Deutschland ist in der Schweiz der Präventionsaspekt in der Justizvollzugspraxis stärker ausgeprägt. Der Gutachter ist angehalten eine Risikobeurteilung vorzunehmen und sich zur Indikation rückfallsenkender therapeutischer oder sichernder Massnahmen zu äussern. Nun konnte gezeigt werden, dass Gewalt- und Sexualstraftäter im Kanton Zürich erheblich häufiger als in verschiedenen deutschen Bundesländern zum Urteilszeitpunkt begutachtet und hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit und ihres Interventionsbedarfs durch einen Experten beurteilt werden. » Abstract
  • Risk Assessment Instruments in Repeat Offending: The Usefulness of FOTRES
    Prognoseinstrumente im Vergleich: Die Nützlichkeit von FOTRES

    International Journal Offender Therapy Comparative Criminology. 2010 Feb 11. [Epub ahead of print]

    Im Rahmen der Studie werden Stärken und Schwächen verschiedener Prognoseinstrumente diskutiert und eine Matrix zu Aspekten der Validität und Nützlichkeit der Instrumente vorgeschlagen. In einem zweiten, empirischen Teil wird die Fähigkeit der Instrumente zwischen einschlägig rückfälligen und nicht rückfälligen Gewalt- und Sexualstraftätern zu diskriminieren vergleichend dargestellt. ROC-Analysen ergaben AUC-Werte zwischen 0.7 (VRAG) and 0.84 (PCL-R). Die AUC-Werte für FOTRES lagen bei 0.76 für die Risikokategorien und 0.81 für die Summenwerte. » Englisches Abstract